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entworfen von G. und M. Saage
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letzte Änderung: 17.02.2008
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03491 661110
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Saage Nordstraße 15 06896 Reinsdorf
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Die nachfolgenden Ausführungen sollen nur einen kurzen Überblick über die Rettungshundeausbildung geben. Genauer kann man sich zum Beispiel bei suchhunde.de oder in den Seiten der verschiedenen Rettungshundestaffeln informieren
Die Rettungshundearbeit unterscheidet zwischen
Flächensuche Trümmersuche Lawinensuche (für uns ,,Flachländer ohne Bedeutung) Wassersuche (Leichensuche)
Wasserrettung
Der Flächensuchhund ist durch seine Ausbildung in der Lage, große Flächen, z.B. Waldgebiete, mit seinem Hundeführer selbständig nach vermissten Personen abzusuchen. Er wird vorwiegend eingesetzt, wenn von diesen Personen bekannt ist, dass sie sich in einem bestimmten Gebiet aufhalten könnten(Wanderer, Pilzsucher, Suizidgefährdete, Verwirrte, Ältere, Menschen in Schockzuständen usw.) Der Hund zeigt gefundene Personen durch Verbellen, Bringseln oder als Rückverweiser an.
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Cajus und Happy zeigen aufgefundene Personen durch Verbellen an.
Belohnung für unsere Hunde ist stets und ständig ein ausgiebiges Spielen mit der gefundenen Person. Diese Opferbindung ist in der Ausbildung das Wichtigste und muss für den Hund wahnsinnig toll sein.
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Andere Hunde werden nicht über den Spieltrieb, sondern über Futter ausgebildet. Man kann beides auch kombinieren. So sind wir auch bei Happy vorgegangen, die anfangs nur wenig spielte. Das Verbellen haben beide recht schnell gelernt. Cajus kam nicht an sein über alles geliebtes Spielzeug (wurde mit der Leine kurzzeitig festgebunden und mit dem Lieblingsspielzeug motiviert) und erhielt mit dem ersten Bellen sein Spielzeug.
Mit Happy haben wir es ähnlich, aber mit Futterbrocken geübt.
Motivation im ,,Bellkreis”
Parallel dazu haben wir unsere täglichen Spaziergänge zur Führersuche genutzt (einschließlich Verbellen und ausgiebigem Spiel). Auch heute noch macht das unseren Hunden viel Spaß.
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Ein- bis zweimal pro Woche wird in der Staffel trainiert. Dabei wechseln wir häufig das Gelände und die versteckten Personen.
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Die Ausbildung verläuft natürlich nicht immer problemlos. So gab es bei Cajus zwei mehr oder weniger große Probleme.
Zum einen haben wir viel zu lange mit nur einer versteckten Person geübt. So war es sehr schwierig, ihn dann plötzlich zum Weitersuchen zu motivieren. Wir konnten es dann dadurch lösen, dass die zweite Person sich für Cajus deutlich sichtbar mit dem Spielzeug entfernte und versteckte, bis er schließlich in vielen Wochen lernte, dass auch mehrere Personen gesucht werden müssen.
Cajus wird hier zur Suche angesetzt.
Bis heute entfernt sich Cajus nicht sehr von seiner Hundeführerin, doch so bald er menschlichen Geruch wahrnimmt, läuft er unbeirrt und sicher auch sehr weite Strecken, um die wahrgenommene Person anzuzeigen. Auf Lehrgängen haben wir erfahren, dass auch andere Hunde dieses Verhalten zeigen und sich trotzdem in Einsätzen bewährt haben. Der Vorteil ist sicher, dass er wohl kaum eine Person überrennen würde.
Cajus hat im Herbst 1999 die Rettungshundevorprüfung, im Herbst 2000 die Rettungshundezwischenprüfung (FLS I) und im Herbst 2001 die Rettungshundehauptprüfung (FLS II) bestanden und sie im Oktober 2003 das erste Mal wiederholt.
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Happy hingegen entfernt sich wie ein Blitz und sucht sehr großflächig ab.
Bei ihr traten einige Schwierigkeiten in der Opferbindung auf. Nachdem die ,,Opfer nicht interessant genug für sie waren, wurden sie zwar schnell gefunden, aber anstatt sie anzuzeigen fand sie anderes interessanter. Durch erfahrene ,,Opfer, die sich intensiv mit ihr beschäftigten, konnte das jedoch relativ schnell abgebaut werden. Wir hoffen nun, dass wir mit ihr relativ zügig weiterarbeiten können. Die erste Hürde haben wir im Oktober 2002 mit der Rettungshundevorprüfung (Eignung) genommen. Im Herbst 2003 bestand sie die Rettungshundezwischenprüfung ( Fls 1 ) und am 10. Oktober 2004 die Rettungshundehauptprüfung ( Fls 2 ).
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Der Trümmersuchhund wird mit dem Ziel ausgebildet, verschüttete Personen unter Trümmern zu finden und anzuzeigen. Hierzu ist u.a. intensives Gerätetraining erforderlich. Dabei muss der Hund sich sicher auf Gegenständen aus verschiedenen Materialien bewegen können. Das vorsichtige Begehen von Leitern und schwankenden Untergründen wird ebenso ständig geübt . Auch an plötzlich auftretende laute Geräusche, Rauch und Feuer muss der Hund gewöhnt werden.
Auf Grund ihrer Körpergröße und ihres Gewichts sind Landseer für die Trümmersuche nur bedingt einsetzbar. Wir üben mit unseren Hunden natürlich das Begehen verschiedener Untergründe und einzelner Geräte. .
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Bei Übungen suchen wir den Rand des Trümmerfeldes ab oder auch dort, wo ein Begehen relativ sicher erscheint
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Auch das Abseilen und der Transport von Hund und Hundeführer am Seil unter einer Feuerwehrleiter sind mit einem Landseer möglich.
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 In der Wassersuche soll der Hund dem Taucher helfen, das Suchgebiet für vermisste ertrunkene Personen einzugrenzen. Hierfür muss der Hund lernen, den Leichengeruch des Menschen anzuzeigen. Der Hundeführer sollte stets als Rettungsschwimmer ausgebildet sein. Bei diesem Training unterstützen uns die Taucher der DLRG.
Die Suche erfolgt vom Boot aus.
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Im Unterschied zur Wassersuche wird ein Wasserrettungshund zur Unterstützung von Rettungsschwimmern bei der Rettung bzw. Bergung von ertrinkenden oder mit dem Boot gekenterten Personen eingesetzt.
In Deutschland findet man gegenwärtig so ausgebildete Hunde im Gegensatz zu anderen Ländern (z.B. Italien und Frankreich) an keinem Strand offiziell im Einsatz. Trotzdem werden in Deutschland auch Wasserrettungshunde ausgebildet. Bei internationalen Treffen in Genf und Paris hat uns das Können dieser Hunde begeistert.
Auf Grund ihrer natürlichen Veranlagung haben auch Cajus und Happy einen star ken
Rettungstrieb. Geht einer von uns ins Wasser, sind die Hunde am Ufer kaum zu halten. Zu ihrer und unserer Freude üben wir deshalb ab und zu gemeinsam.
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Zur Ausbildung gehört natürlich nicht nur die Ausbildung des Hundes. Da Hund und Hundeführer immer gemeinsam ein Team bilden (ich gehe da noch weiter und beziehe auch die Helfer mit ein), ist es genau so wichtig, dass die Personen um den Hund herum in vielerlei Hinsicht ausgebildet werden und sich ständig weiterbilden bzw. fit halten. Wichtig sind dabei vor allem die oft lebensrettenden Maßnahmen der ersten Hilfe. Da die meisten Rettungshundeführer und auch Helfer diese nicht täglich anwenden, ist ein regelmäßiges üben unumgänglich. Eine Funkausbildung und -berechtigung nutzt auch nur dann etwas, wenn sie in Fleisch und Blut übergegangen ist. Also während der Ausbildung ständig üben. Wer seine topografischen Kenntnisse nicht selbst ständig erweitert und in der Praxis übt, muss sich dann nicht wundern, wenn er selbst als vermisst gilt und somit zum ,,besten Kunden” seiner Staffel wird. Unumgänglich sind auch vielfältige kynologische Kenntnisse einschließlich der ersten Hilfe am Hund. Nur so ist es möglich, dass der Hundeführer die Möglichkeiten seines Hundes real einschätzen kann und ihn in der Suche nicht überfordert. Wie schnell gibt es vermeidbare Verletzungen infolge Entkräftung.
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erste Hilfe am Hund
(zur Übung beim Lehrgang)
und das Ergebnis
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Nicht zuletzt muss der Hund selbstverständlich voll in der Hand des Hundeführers stehen. Gleichzeitig ist es notwendig, dass die Hunde miteinander verträglich sind und teilweise auch durch andere Hundeführer oder Helfer geführt werden können. Hierzu wird kontinuierlich Unterordnungstraining durchgeführt, nicht nur in den Staffeltrainingsstunden.
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